Egal ob junge Hundebesitzer oder junge Eltern, jeder kennt das Problem mit den Regeln. Wir alle stellen sie auf und kämpfen anfänglich erbittert um ihre Einhaltung. Das Kind darf keinen Zucker essen, nicht vor seinem 10ten Lebensjahr vor dem Fernseher sitzen und der Hund darf auf keinem Fall auf die Couch. Ja, ja, die Regeln. Schnell aufgestellt, ist es wie mit den Vorsätzen für das neue Jahr an Silvester: Sie sind da um nicht eingehalten zu werden.
Unser Bett gehört nicht dir!
Eine Regel, über die viele – gerade Silken Windsprite Besitzer – ausgiebig gelacht haben. Schon zu viele scheinen den Kampf um ihre Federkern- oder Kaltschaummatraze verloren zu haben, als das irgendwer uns den Sieg prophezeien wollte. Nichtsdestotrotz haben wir die Regel aufgestellt und werden so lange daran arbeiten, bis der Finja sie verstanden hat oder wir endgültig gebrochen sind.

Die Couch haben wir jedoch erlaubt, da bisher jedes unserer Tiere dort ein Plätzchen hatte und abendliches Kuscheln einfach zu schön ist. Wahrscheinlich wird uns genau das unser Genick brechen. Bisher haben wir tapfer durchgehalten, allerdings ist der Kampf mühsam, schwierig und der kleine Silken hat einen wirklich starken Willen 😀
Keine Essensreste
Das Thema „Fressen“ ist bei Hunden nicht weniger aufgeheizt, als das Thema „Essen“ beim Menschen. Während wir zu Beginn auf die Erfahrungswerte der Züchterin vertrauen werden und vielleicht nach und nach eine eigene Note reinbringen, steht eines auf jeden Fall fest: Keine Essensreste vom Tisch! Ein Punkt, den Oma z.B. niemals verstehen wird, das ist aber auch in Ordnung.
Früh übt sich
Sie sind süß, sie sind klein, sie sollen doch ihre Kindheit genießen! Wer mit dieser Einstellung an die Hundeerziehung rangeht, hat natürlich schon verloren. Auch, wenn gerade der Anfang behutsam gestaltet sein muss, werden wir bereits zu Beginn am Gehorsam, aber auch am Vertrauen und unserer Bindung arbeiten. Sitz, Platz und Bleib werden die ersten Kommandos sein und auch der Folgetrieb wird (hoffentlich) sinnvoll genutzt werden. Nur ein Hund, der sicher Regeln und Grenzen befolgen kann, kann wirklich frei leben.

Fazit
Wie du sehen kannst, haben wir kaum Regeln aufgestellt, an die wir uns bedingungslos halten möchten. Obwohl wir direkt mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an unserem gemeinsamen Leben arbeiten möchten, wollen wir vor allem die Bindung zueinander stärken und den Rest auf uns zukommen lassen.
Natürlich kann man versuchen, alles in ein starres Regelwerk zu pressen und sich verbissen daran zu halten. Nur, ob dies auf lange Sicht alle glücklich macht und erfolgreich ist, steht auf einem anderen Blatt. Auch Finja hat eine eigene Persönlichkeit und Charaktereigenschaften, die man mitdenken und respektieren sollte. Darauf aufbauend wird es bestimmt möglich sein, hier und da einen guten Kompromiss zu finden 🙂
Falls du goldene Regeln hast, lasse es uns gerne wissen.
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